Tumorimpfung: APSI/ASI nach Professor Tallberg

Krebszellen sind körpereigene Zellen, die verlernt haben mit dem Wachstum aufzuhören. Das Immunsystem kann diese „körpereigenen, veränderten“ Zellen deshalb nur schwer erkennen. Damit der Körper dieses lernt muss er aktiviert werden. Hierfür werden bei einer Tumorimpfung dem Patienten inaktivierte körpereigene Tumorzellen injiziert. Das Immunsystem kann dadurch „lernen“ gegen den Tumor oder die Metastase vorzugehen. Die Anwendung einer Tumorvakzine (Impfung) wird als aktive Patienten-spezifische Immuntherapie (APSI) bezeichnet. Die Europäische Kommission hat in ihrem Bericht 1995 unter II/2 die Verwendung von therapeutischen Vakzinen eindeutig befürwortet.
Für die Herstellung der Tumorvakzine wird ein Gramm Tumormaterial benötigt, das nach der Operation an ein spezielles Labor versandt und dann aufgearbeitet wird. Dieses körpereigene Tumormaterial wird dann als Impfstoff in insgesamt 20 Einzeldosen à 0,2 ml injiziert. Die Anwendung von Tumormaterial zur Impfung ist bereits in unterschiedlichen Kliniken etabliert. Die hier verwendete Methode erfolgt nach der Methode von Professor Tallberg von der Universität Helsinki. Sie muss von den Patienten selbst gezahlt werden, die Kosten der Impfstoff-Herstellung liegen bei ungefähr 800 Euro. Die Injektionen erfolgen alle zwei bis vier Wochen über einen Zeitraum von sechs Monaten bis ein Jahr.

  

 


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