Übersäuerung: Metabolische Azidose

Der Säure-Basen-Haushalt des Menschen ist die wichtigste Grundlage aller physiologischen Vorgänge im Körper. So besitzt jedes Milieu einen unterschiedlichen pH-Wert und reguliert damit wichtige Stoffwechselvorgänge. Dieser pH-Wert (Abkürzung für potentia hydrogenii) ist eine Maßeinheit und gibt an ob eine Flüssigkeit „Sauer“ (pH von 1 bis 6,9), „Neutral“ (pH von 7) oder „Basisch/Alkalisch“ (pH von >7 bis 14) ist. Alle im Körper gebildeten Flüssigkeiten haben je nach Funktion einen bestimmten pH-Wert. Der Blut-pH-Wert liegt bei 7,37-7,45, der Magensaft bei pH 1,2-3, die Tränenflüssigkeit bei pH 7,3-8 etc. Für die Gesundheit eines Menschen ist es unerlässlich, dass diese chemischen Parameter konstant bleiben. Nur so können Lungen, Nieren, Blut, Haut und Darm optimal arbeiten. Eine chronische Übersäuerung oder auch Azidose wird heutzutage mit vielen Krankheiten in Verbindung gebracht, wie Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen, Krebs, rheumatische Beschwerden, Rückenschmerzen, Hautprobleme usw. Besonders ungünstig kann sich eine dauerhafte Säurebelastung für die Knochen auswirken und eine Osteoporose auslösen. Die Messung einer Übersäuerung erfolgt durch pH-Messungen und Pufferungskapazitäten des Urins. Dafür existieren etablierte Meßmethoden die im Tagesprofil erstellt werden. Dafür werden dem Patienten vor und nach der Meßmethode die dazu wichtigsten Grundlagen erläutert. In Abhängigkeit vom ermittelten Aziditätskoeffizienten (AQ-Wert) kann eine entsprechende Therapie aufgesetzt werden. Eine pH-Messung sagt nichts über die Pufferungskapazität aus und ist somit allein völlig nutzlos. Nur durch Messung des AQ-Wertes kann entschieden werden ob eine Nahrungsumstellung (PRAL-Wert-Orientierung), Bicarbonat-Infusion oder Carbonat-Pufferung der Nahrung dem Patienten helfen kann.

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